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NACHLESE - WIN-Beweidungsprojekt

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Die Esel sind los - Halbtrockenrasen am Waschberg mosaikartig erhalten

Naturschutzgerechte Beweidung trägt zur Vielfalt der Lebensräume und damit assoziierter Arten bei und bietet eine gute kleinflächige Ergänzung zur Mahd auf den Halbtrockenrasen.

Im Mai 2026 wurde ein Projektantrag zur Beweidung am Waschberg unter vielen Einreichungen als eines von 15 Projekten in ganz Österreich über das Programm WIN #landwirtschaft von Blühendes Österreich – BILLA gemeinnützige Privatstiftung prämiert.

Damit können über die nächsten drei Jahre insgesamt 7 Hektar Fläche (summiert auf 3 Jahre, d.h. jährlich 2 bis 2,5 Hektar, teils jährlich dieselben, teils unterschiedliche, da nicht auf allen Flächen jedes Jahr beweidet werden muss) extensiv beweidet werden. Geplant ist die Beweidung mit Eseln und Schafen von Tierhaltern des Vereins Wilde Weiden aus dem Naturpark Leiser Berge, auf kleinen Koppeln über den Waschberg verteilt.

Die Bevölkerung wird wie bisher auch weiterhin eingebunden, zum Bespiel durch einen Weidespaziergang, oder durch jährliches gemeinsames „Anpacken“: bei den Freiwilligen-Einsätzen am Ende der Weide-Saison werden unter anderem Gebüsche, die in den Vorjahren schon entfernt wurden, aber deren Nachwuchs von den Weidetieren verschmäht wird (wie zum Beispiel Roter Hartriegel) entfernt.  


Projekt-Kickoff am 28. Mai 2026!

Am 28. Mai öffneten sich die Tore des Transporters für fünf Esel und 21 Schafe (davon 17 Jungtiere): Sie dürfen sich am Aufwuchs der Halbtrockenrasen und dem frischen Grün der Büsche laben!

Nach der Pilotphase mit den Weidetieren im Jahr 2025 startete nun dieses neue, dreijährige Biodiversitäts-Projekt mit dem Titel „Die Esel sind los - Halbtrockenrasen am Waschberg mosaikartig erhalten“.  Der Tierhalter, der Verein Wilde Weiden mit Sitz im Naturpark Leiser Berge, ergänzte seine ursprünglich aus drei Eseln und vier Schafböcken bestehende Herde um zwei Esel sowie 17 Jungschafe (Waldschafe). Mit den robusten Tieren werden in mehreren kleinen Koppeln hintereinander teils noch ungepflegte, teils bereits entbuschte Halbtrockenrasen extensiv beweidet, was (neben der weiterhin flächenmäßig bei weitem überwiegenden Mahd) zur Erhaltung und Verbesserung der wertvollen Flächen beiträgt.

Die erste Koppel befindet sich direkt unter dem Gipfelkreuz und erstreckt sich bis zum Rand des Großen Steinbruchs, der im vergangenen Winter erfolgreich freigestellt wurde. Über die nächsten Wochen hinweg soll die Herde diese bisher nicht restaurierte (d.h. nicht entbuschte und gemähte) Fläche im Ausmaß von etwa einem halben Hektar (5000 m2) beweiden. Durch die Fresstätigkeit am verfilzten Altgras und an den Blättern der Gebüsche, sowie den Vertritt, soll unter anderem am Boden wieder Licht für den Bewuchs mit mehr Kräutern bereitgestellt werden.

Eine Gruppe von Tieren, die auf einem Hügel grasenDie Tiere erkunden ihre erste Koppel!